Ziele des Forschungsprojekts

Ziel des Forschungsprojektes ist es, den gemeinsamen Beitrag der verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen im Bereich der Palliativmedizin sowie den sogenannten Care-Professionen herauszuarbeiten. Dabei geht es unter anderem um ein transprofessionelles Kompetenzprofil von Fachkräften in der ambulanten Palliativversorgung in Bezug auf psychosoziale Versorgungsstrukturen.

Hierunter verstehen wir allgemein Beratungs- und Begleitleistungen für schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihren Angehörigen und Zugehörigen (wichtige Bezugspersonen, Freund_innen, Bekannte). Aus der Perspektive der Care-Professionen Soziale Arbeit und Pflege interessieren uns insbesondere transversale, also zu den herkömmlichen Arbeitsschwerpunkten querliegende, Handlungsmuster. Ebenso für uns von Interesse ist die professionelle Praxis weiterer beruflicher Zugänge zu diesem Feld, wie beispielsweise der Psychoonkologie, der Seelsorge und anderer therapeutisch und/ oder beratender Professionen im Kontext palliativer Versorgung.

Vor allem geht es uns um Formen der Gestaltung kooperativer Arbeitsbeziehungen und damit um das Arrangement multiprofessioneller Teams mit dem Anspruch ganzheitlicher Patient_innenversorgung. Durch die Ergebnisse sollen innovative Ansätze transdisziplinärer Professionalität gemeinsam mit den Praxispartnern entwickelt und erprobt werden.

Fragen in diesem Zusammenhang sind:

  • Wie kann der Beitrag der Care-Professionen, insbesondere für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung sowie für das angrenzende Feld der allgemeinen Palliativ- und Hospizversorgung, empirisch fundiert beschrieben werden?
  • Welche Gemeinsamkeiten, Differenzen und bisher ungenutzten Kooperationspotentiale lassen sich beobachten und rekonstruieren?

Schließlich gilt es herauszuarbeiten welche Qualität den entsprechenden transversalen (also querliegend zu den etablierten) Professionskompetenzen von den jeweils beteiligten Akteur_innen (Professionen, ehrenamtlichen Helfer_innen, Angehörige, Sterbende) in spezifischen Handlungssituationen wechselseitig zugeschrieben wird. So können die Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtungen und der Problemzentrierten Interviews gemeinsam mit den Projektpartnern zur Optimierung der Aus-, Fort- und Weiterbildungs-Curricula genutzt werden.

Auf Hochschulebene sollen die Ergebnisse zur Anregungen für die entsprechenden disziplinären Ausbildungsgänge, vor allem aus den Bereichen Soziale Arbeit und Pflege im Sinne transdisziplinärer Module dienen, so dass die Nachhaltigkeit des Projektes auf diese Weise gewährleistet ist.